Verfahren, Instrumente und Indikatoren der Reha-Qualitätssicherung
Quelle: DRV Bund (Medizinische Rehabilitation)
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Kurz erklärt: Der sozialmedizinische Verlauf
Eine Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung zielt darauf ab, eine vorzeitige Berentung der Versicherten zu vermeiden oder hinauszuschieben – sie will die Erwerbsfähigkeit der Versicherten möglichst auf Dauer erhalten. Als Indikator für die Erwerbsfähigkeit der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden wird der sozialmedizinische Verlauf im Anschluss an eine Rehabilitationsleistung nachgezeichnet.
Der sozialmedizinische Verlauf in der Qualitätssicherung ist ein Instrument, das dazu dient, den langfristigen Erfolg medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen zu messen und zu bewerten (Ergebnisqualität).
Bei der Bewertung werden vielfältige Einflussfaktoren einbezogen, um die individuellen Merkmale der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden angemessen zu berücksichtigen. Das trägt dazu bei, Unterschiede in den Qualitätsergebnissen der einzelnen Reha-Fachabteilungen, die durch Faktoren außerhalb der Verantwortung der jeweiligen Reha-Fachabteilung bedingt sind, mathematisch zu kompensieren. Dieses Verfahren wird Adjustierung genannt. So wird eine faire Bewertung der Rehabilitationsergebnisse und ein Vergleich zwischen Fachabteilungen einer Indikation gewährleistet.
Als Operationalisierung (Messbarmachung) des Erwerbsstatus dienen die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungstage im 1. und 2. Jahr nach medizinischer Reha. Der Wertebereich der Zielgröße ist auf den Bereich zwischen 0 und 365 Tagen begrenzt. Eine Unterscheidung in Voll- und Teilzeitarbeit erfolgt nicht.
Hoher Anteil nach medizinischer Rehabilitation wieder erwerbstätig
Quelle: Reha-Bericht 2025, DRV Bund
In der Abbildung werden die Ergebnisse des sozialmedizinischen Verlaufs anhand der gemittelten Beschäftigungstage beispielhaft in Indikationsgruppen dargestellt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass ein hoher Anteil an Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der in der Abbildung dargestellten Indikationen im 1. und 2. Jahr nach einer medizinischen Rehabilitation erwerbstätig waren. Weiterhin lässt sich in den ausgewerteten Reha-Fachabteilungen eine Zunahme der Beschäftigungstage im zweiten Jahr nach medizinischer Rehabilitation beobachten.
Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der kardiologischen Reha-Fachabteilungen waren zum Beispiel im 1. Jahr nach medizinischer Rehabilitation im Durchschnitt 252 Tage beschäftigt und im 2. Jahr rund 260 Tage.
In der orthopädischen Indikation lagen die Beschäftigungstage mit 255 Tagen im 1. und 265 Tagen im 2. Jahr nach medizinischer Reha etwas höher.
Die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden der neurologischen Reha-Fachabteilungen verzeichnen in beiden Jahren nach medizinischer Rehabilitation die geringste Anzahl an Beschäftigungstagen, dies allerdings mit positiver Tendenz im zweiten Jahr. Das spiegelt möglicherweise die komplexeren Genesungsverläufe und den höheren Unterstützungsbedarf wider, unterstreicht jedoch gleichzeitig die Bedeutung individueller Reha-Konzepte in diesem Bereich.
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Quelle: DRV
Mit dem "Reha-Bericht 2025 – Die medizinische und berufliche Rehabilitation der Rentenversicherung im Licht der Statistik" geben wir relevante und aktuelle Informationen über die Funktion, Bedeutung und (Weiter-) Entwicklung der Rehabilitation.
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