Deutsche Rentenversicherung

Wirkt die medizinische Rehabilitation?

Neue Analyse zeigt den volkswirtschaftlichen Nutzen der medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung



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Aufwendungen im Überblick

Rehabilitationsleistungen 2024: Es wurden 6,67 Mrd. Euro für medizinische Reha-Leistungen, 0,45 Mrd. Euro für Sozialbeiträge aufgewendet und 1,25 Mrd. Euro für Teilhabe am Arbeitsleben gezahlt. Quelle: DRV


Im Jahr 2024 investierte die Deutsche Rentenversicherung 8,31 Mrd. Euro in die Rehabilitation erkrankter Menschen im erwerbs­fähigen Alter. Hiervon entfielen auf die medizinische Rehabili­tation 6,67 Mrd. Euro, auf Leistungen zur Teil­habe am Arbeits­leben 1,25 Mrd. Euro.
In diesem Rahmen wurden durch die Rentenversicherung 0,45 Mrd. Euro an Sozial­leistungs­beiträgen gezahlt.

Neue Analysen zeigen:

Die Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung erhöht die Beschäftigungs­chancen in Deutschland. Die Menschen kehren also eher wieder in ihren Job zurück. Ausgaben für Rehabilitation schaffen einen mess­baren Mehrwert – die Menschen selbst und die Gesellschaft als Ganzes profitieren von dieser Investition.

Besser zurück in Arbeit

  • Mehr als 1 Million Menschen nehmen jedes Jahr in Deutschland aufgrund gesund­heitlicher Schwierig­keiten im Job eine Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch.
  • Die Rehabilitation der Rentenversicherung hat das Ziel, die Erwerbs­fähigkeit wieder­herzustellen und Erwerbs­minderungs­renten zu vermeiden: Durch Reha sollen Menschen wieder in Arbeit finden.
  • Aufgrund der demografischen Entwicklung kommt es zu einem verstärkten Arbeits­kräfte­mangel, der die sozialen Sicherungs­systeme belastet. Reha-Leistungen können hier helfen, um das Arbeits­kräfte­potenzial in Deutschland zu verbessern.
  • Aktuelle Analysen der Deutschen Rentenversicherung belegen: Die Rehabilitations­leistungen der Deutschen Rentenversicherung verbessern die Beschäftigungs­chancen in Deutschland deutlich. Menschen finden dadurch eher den Weg zurück in ihren Beruf. Investitionen in Rehabilitation schaffen somit einen mess­baren Mehrwert – sowohl für die Betroffenen selbst als auch für die Gesellschaft insgesamt.

Was ist der Reha-Effekt?

Die Rehabilitation der Rentenversicherung erhöht die Beschäftigungschance bei ihren Versicherten um 15 bis 20 Prozentpunkte Quelle: DRV

Wie entwickelt sich die Beschäftigungs­chance vor, während und nach der Rehabilitation? Welchen Effekt hat eine medizinische Rehabilitation der Rentenversicherung? Die Abbildung zeigt, dass in den Monaten vor der Rehabilitation eine graduelle Ver­schlechterung der Beschäftigungs­wahr­scheinlich­keit zu beobachten ist. Das kann als zunehmend stärker werdende Teil­habe­störung inter­pretiert werden. Bereits einen Monat nach Ende der Rehabilitation erhöht sich die Wahr­scheinlich­keit einer Beschäftigung wieder um  8 Prozent­punkte. Zwei bis drei Monate nach Reha-Ende steigt sie um 12 Prozent­punkte an. Und dieser Effekt bleibt in den folgenden Monaten weit­gehend auf einem Niveau von etwa 15 Prozent­punkten stabil. Insgesamt legen die Analysen nahe, dass die Rehabilitation in Deutschland die Rück­kehr in Arbeit wirksam unterstützt.

Weitere Untersuchungen zeigen zudem: Die Reha hat eine doppelt so starke Wirkung bei Personen mit vorher­gehendem Krankengeldbezug. Sie ist also besonders wirksam, wenn Menschen in erhöhtem Maße auf sie angewiesen sind.

Volkswirtschaftliche Rendite von etwa 45 Euro pro Tag und Person

Volkswirtschaftliche Gewinne nach medizinischer Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Quelle: DRV

Der volkswirtschaft­liche Effekt der Rehabilitation nach dem in der Abbildung dargestellten Modell liegt direkt nach Ende der medizinischen Rehabilitation bei 24 € pro Tag und steigert sich danach sukzessive auf etwa 45 .

Aus volkswirtschaft­licher Sicht bedeutet die Rück­kehr einer Person in Arbeit, dass sie ggf. aus dem Transfer­bezug herausfällt, Produktivitäts­gewinne im Unternehmen erwirtschaftet und ihren Lohn zum Teil durch direkten Konsum zur weiteren Wert­schöpfung nutzt. Die Erhöhung der Erwerbs­quote in der Gruppe der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden hat demnach zwei positive Folgen für die Gesellschaft: a) eine Steigerung der Wertschöpfung und b) eine Einsparung von Transfer­zahlungen. Produktivitäts­gewinne und die weitere Wert­schöpfung werden über die Brutto­wert­schöpfung (BWS) operationalisiert.

Die Methode: Wie wurde das berechnet?

Die Deutsche Rentenversicherung hat sich auf Basis der eigenen Daten angeschaut, welche Wirkungen Reha-Leistungen auf die Chance von Menschen haben, trotz chronischer Erkrankung wieder zu arbeiten. Hierfür wurden verschiedene statistische Modelle gerechnet, um belast­bare Erkenntnisse zu gewinnen.

Ein Modell identifiziert den Reha-Effekt auf die berufliche Teilhabe, indem es die Wahrscheinlich­keit einer sozial­versicherungs­pflichtigen Beschäftigung bei denselben Personen in verschiedenen Phasen des Rehabilitationsprozesses vergleicht.

Mithilfe von innovativen statistischen Methoden und auf der Basis bundesweit repräsentativer Daten können wir zeigen: Die medizinische Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung ist wirksam und hat einen volkswirtschaft­lichen Nutzen. Wie die Rendite genau berechnet wurde, können Sie im ausführlichen Bericht nachlesen.

Welchen volkswirtschaftlichen Nutzen hat die Rehabilitation?

Volkswirtschaftlicher Nutzen für die Rentenversicherung bei 1 Euro Investition in Rehabilitation Quelle: DRV

Die Routinedaten der Deutschen Rentenversicherung der Jahre 2015 bis 2019 sind Grund­lage dieser Berechnungen. Die Schätzung des Reha-Effektes erfolgte über zwei unter­schiedl­iche methodische Heran­gehens­weisen mit der gleichen Frage­stellung: Ist die medizinische Rehabilitation in Deutschland wirksam in der Förderung der beruflichen Wieder­eingliederung?

Die Ergebnisse zeigen: Die Beschäftigungs­chancen werden durch die Rehabilitation verbessert. Die Menschen kehren deshalb eher wieder in die Arbeit zurück. Dadurch schafft eine Investition von 1 Euro in die Rehabilitation einen volkswirtschaft­lichen Nutzen von 2 bis 3 Euro nach einem Jahr und etwa 5 Euro nach zwei Jahren.

Die Resultate der statistischen Modelle unterscheiden sich hier nur in geringem Maße.


Fazit:

Ausgaben für Rehabilitation schaffen einen mess­baren Mehrwert – die Menschen selbst und die Gesellschaft als Ganzes profitieren von dieser Investition. Allein in den ersten beiden Jahren könnte eine aktuelle Investition in die Rehabilitation von etwa 8 Mrd. Euro zu etwa 40 Mrd. Euro volkswirtschaftlicher Rendite für die Gesellschaft führen.

Lesen Sie hier den ausführlichen Report dazu:

Neue Analysen zeigen: Die Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung erhöht die Beschäftigungs­chancen in Deutschland. Die Menschen kehren also eher wieder in ihren Job zurück. Ausgaben für Rehabilitation schaffen einen mess­baren Mehrwert – die Menschen selbst und die Gesellschaft als Ganzes profitieren von dieser Investition.

Lesen Sie hier den ausführlichen Report.


Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht

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